messe © euregiophoto - Fotolia.com

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Vom 07. bis zum 12. Februar 2012 findet zum ersten Mal die Munich Creative Business Week (MCBW) statt, die von bayern design veranstaltet und vom Bayerischen Wirtschaftsministerium sowie der Landeshauptstadt München gefördert wird. Zahlreiche Veranstaltungen in der ganzen Stadt, wie zum Beispiel Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, Unternehmensbegehungen oder Workshops, befassen sich mit Themen in den Bereichen Produkt-, Mode-, Service- und Kommunikationsdesign bis hin zu Architektur und Design für elektronische Medien. Die Themen- und Veranstaltungsvielfalt umfasst alles, was mit der Gestaltung unserer Umwelt und Zukunft zu tun hat. Ein Höhepunkt der MCBW wird die “iF design awards night” sein, in der erstmals alle renommierten Preise gebündelt an einem Ort verliehen werden; interessant und aufschlussreich wird sicherlich auch die tgm-Konferenz mit Stefan Sagmeister.

“Die MCBW bietet Fachbesuchern und Design-Interessierten spannende Antworten auf hohem Niveau”, sagt Dr. Silke Claus, Geschäftsführerin der bayern design GmbH. “Namhafte Unternehmen sowie Experten nutzen die Plattform MCBW, um Design und Kreativität in ihrer gesamten Bandbreite zu präsentieren und zeigen, welch hohes Maß an Innovationskraft und Design-Anspruch die Kreativwirtschaft besitzt.” 

Die Munich Creative Business Week ist also für jeden einen Besuch wert, der sich schon mal darüber Gedanken gemacht hat, wie relevant Design für Wirtschaftsunternehmen ist oder ob man den Erfolg einer Produktentwicklung berechnen kann; aber auch für jeden, der wissen will, welche Auswirkungen Schriften und Buchstaben auf ein Stadtbild haben oder wie Werbekampagnen und Vermietungen zusammenhängen.

München ist ohnehin schon ein lohnenswertes Reiseziel, das während der MCBW noch mehr zu bieten hat. Am besten übernachtet man in einem von den vielen schönen Münchener Hotels, so wird die Reise auf jeden Fall ein Erfolg.

Gute Nachrichten für alle Fans des gut gemachten Horrorfilms. Die junge Baby ist wohl etwas sonderbar, wie es barfuß durch den Schnee läuft und immer in sich gekehrt nur sehr einsilbig auf Fragen antwortet. Erst Recht wenn die Frage gezielt auf den fetten Mann gerichtet ist, bei dem sie wohnt und der nicht selten seine Wut an ihr auslässt und sie beleidigt. Dass dieser Mann ihr Vater ist, verschweigt sie also. Dass er nachts auf die Jagd geht, um einsamen Passanten mit dem Besteck eines Chirurgen das Blut abzunehmen, um es in einem Kanister nach Hause zu tragen damit sich Abby zu Hause daran sättigen kann, ist dann das nächste Thema. Dieses Remake des skandinavischen Films “Let the Right One In” transportiert die finster kühle Romantik des Nordens direkt in das Herz des Südens der USA. Dass die Skandinavier sehr gute Horrorfilme machen, ist für die Amerikaner aber keine Neuigkeit. Es ist nicht der erste Film, dessen Drehbuch adaptiert wurde. Weniger obszön geht es zu. Entschärft wurden die sexuell angehauchten Szenen und auch die Bewohner der schwedischen Sozialbauten wurden durch den amerikanischen Mittelstandsnachbarn ersetzt. Somit wird der Umgebung Sorge getragen aber auch dem Zielpublikum. Was ursprünglich ein reiner Genre-Film war, wurde nun so weit entschärft, dass es in Hollywoods Formatvorlage passt. Allerdings muss man schon schmunzeln, dass scheinbar mit allen möglichen Mitteln die Nachfrage nach Vampir-Geschichten bedient werden muss. So hat man gleich die nächste Hollywood-Schmonzette in ihrem süßlich romantischen Kitsch realisiert, was natürlich die thematische Vielfalt von Drehbuchstoffen nicht unbedingt fördert.

© ChristArt - Fotolia.com

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Wenig Sinn für zeitgenössische Kunst bewies eine Putzfrau des Dortmunder Museums. Sie wischte im Putzeifer eine schutzige Gummiwanne aus, die allerdings Teil einer Installation des Künstlers Martin Kippenberger war, welche nun unwiderruflich zerstört ist. 

Sprecher der Stadtverwaltung gaben an, dass sich der Vorfall am 20. Oktober währen der Reinigung des Museums ereignete. Kippenbergers Werk “Wenn’s anfängt durch die Decke zu tropfen”, das über eine Summe von 800.000 Euro versichtert ist, lässt sich nach dieser zerstörerischen Form von Reinigung wohl niemals wieder restaurieren.

Der Kalkfleck im Trog, den die unbedarfte Frau versehentlich für einen Schmutzfleck hielt, war maßgeblicher Teil des Gesamtwerks. Natürlich kommt jetzt die Frage auf, ob die beauftragte Reinigungsfirma ihr Personal ausreichend geschult hat. Zwar wird die Installation auch weiterhin im Dortmunder Museum zu sehen sein, der Vorfall bleibt aber trotzdem ein schwieriger und teurer Versicherungsfall.

Vorkommnisse, wie dieser sind allerdings keinenfalls neu. Im Jahre 1986 zerstörte eine ebenfalls übermütige Putzfrau die Fettecke des berühmten Berliner Künstlers Josph Beuys in der Düsseldorfer Kunsthalle. 

Gerade die Alltagsgegenstände, waren neben Politik, Geschichte und Popkultur Inspirationsquellen für den 1953 in Dortmund geborenen Martin Kippenberger. Der Künstler studierte zwischen 1972 und 1976 an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. 1978 zog er nach Berlin, wo er “Kippenbergers Büro” einen Raum , der Fläche für die Ausstellung junger Künstler bot, gründete. Dieses Büro wurde oft mit Andy Warhols “Factory” verglichen. Stilistisch wird Kippenberger von Kunsthistorikern der “Neuen Wilden” zugeordnet. Er wollte die starren Konventionen die dem damaligen Kunstbegriff anhafteten, durch Spott und Provokation auflösen.

Womöglich würde Kippenberger, der 1997 in Wien starb, sich sogar mit einem Lächeln über diesen Skandal, der die Kunstwelt in Aufruhr versetzt, freuen. Ironische Geister könnten die Tat der Putzfrau schon fast als einen unwillentlichen Akt der Performancekunst ansehen. 

 

Im Film “Kein Mittel gegen Liebe”  (Originaltitel: ” A Little Bit of Heaven” ), der schon eine blödsinnige Deutsche Titelübersetzung erhalten hat, spielt Kate Hudson eine sterbenskranke, aber schwer verliebte Mittdreißigerin, deren Leben am Ende plötzlich noch einen Sinn zu bekommen scheint.

Dabei ist Marley (Kate Hudson) das, was überall als emanzipierte Frau beschrieben wird: klug, sexy und erfolgreich. Sie ist Mitte Dreißig, hat einen gut bezahlten Job in einer Werbeagentur, einen Hund und wechselnde Sexualpartner, welche sie nach dem Sex gerne wieder aus ihrem Leben wirft, da sie unabhängig sein will und keine Beziehung möchte.

Die große Liebe ist für sie nur ein Hirngespinst und sie verbringt ihre Freizeit lieber mit ihren Freunden, anstatt mit der Familienplanung.

Kate Hudson, Foto: jingdianmeinv/flickr.com

All das ändert sich auf einen Schlag, als sie während einer Darmspiegelung ihren Behandelnden Arzt Dr. Julian Goldstein kennenlernt. Dabei flirtet sie sich meisterhaft durch die Endoskopie und trifft während der Narkose auf Gott, welcher in Gestalt von Whoopi Goldberg auftritt und diese will ihr drei letzte Wünsche erfüllen. Allerdings fällt ihr keiner ein.

Erst nach der Diagnose -Darmkrebs im Endstadium- erkennt sie, was sie wirklich will, hat allerdings den Rest des Filmes mehr Angst abgewiesen zu werden, als zu sterben.

Dieses “Drama” zeigt weder eine Auseinandersetzung mit Krankheit und Tod, auch fehlt ihm jede Form von Sensibilität. Ebenso sind Oscarpreisträgerin Kathy Bates als heulende, überforderte Mutter und Whoopy Goldberg völlig fehl am Platz.

In den USA hat es der Film erst gar nicht ins Kino geschafft und in Deutschland ist nur zu hoffen, dass dieses Banaldrama auch bald wieder in Vergessenheit gerät.

Attack the block, Foto: london film premiere_flickr

Zu den erst kürzlich zurückliegenden Unruhen in Londoner Vororten passt die gerade in den Kinos anlaufende Sci-Fi-Komödie „Attack the Block“ – fast könnte man meinen, die Ausschreitungen wären die Inspiration überhaupt gewesen, doch gedreht wurde schon lange vor den Ereignissen. Im Kino-Neustart der Woche treffen äußerst brutale Aliens im Süden Londons auf eine Siedlung aus Sozialwohnungen und deren ebenfalls nicht gerade zimperlichen Bewohnern. Für sein Regiedebüt reiste Joe Cornish tief in seiner eigenen Geschichte zurück, denn er selbst war in dem Viertel im Süden Englands, in dem der Film spielt, aufgewachsen.

Während derzeit Jugendgangs eher gefürchtet werden und die Politik darüber diskutiert, wie man Jugendgewalt gerade in den Vororten von Großstädten in den Griff bekommt, wird genau so eine Gang aus Hoodies – also Trägern von weiten Kapuzenpullovern – auf der Kinoleinwand zu Helden der gesamten Weltbevölkerung: Bis an die Zähne bewaffnet trotzen sie der außerirdischen Invasion.

Als eine Gang maskierter Jugendlicher die Krankenschwester Sam, gespielt von Jodie Whittaker, überfallen will, schlägt plötzlich ein Meteorit neben ihnen ein. Während Sam flieht, werden die Halbstarken von einem blutrünstigen Alien attackiert. Gemeinsam gelingt es ihnen, den Angreifer auszuschalten. Doch Zeit zum Verschnaufen bleibt keine, denn das rasante Action-Feuerwerk geht hier erst richtig los: Ein ganzer Meteoritenhagel donnert auf London nieder und Aliens drohen mit einer Invasion.

Inspirieren lassen hat sich Joe Cornish von legendären Regisseuren wie John Carpenter und Walter Hill, produziert wurde das Spektakel, das in Großbritannien bereits als das Filmereignis des Jahres gefeiert wird, unter anderem von den Machern von „Shaun of the Dead“ und „Hot Fuzz“. Da sollte klar sein, was einen erwartet: Schnelles, gnadenlos witziges und ausgeflipptes Genrekino der Spitzenklasse. Und vielleicht verhilft dieser Action-Thriller der Öffentlichkeit zu einem etwas erweiterten Blick auf die echten Jugendgangs da draußen…

‘Captain America’ ist in Deutschland ein recht unbekannter Held. Im Amerika hat er aber eine lange Tradition. Das liegt wohl an der unterschiedlichen Auffassung von Patriotismus. Der ‘Captain’ verkörpert einen typischen amerikanischen Helden, wie er nicht besser hätte beschrieben werden können. Die Erfinder Joe Simon und Jack Kirby haben den Patrioten 1941 zum ersten Mal in einem Comicheft veröffentlicht. Er stand damals für Freiheit, Frieden und Demokratie und tut es heute noch.

Captain America

Captain America, remongtons.fils

Seit dieser Woche kann man sich die Neuverfilmung, die bereits seit Wochen in den USA läuft, auch in den deutschen Kinos anschauen. Doch von Erfolg kann nicht gesprochen werden, zumindest nicht hier.

 

‘Captain America’ ist so amerikanisch, wie man einen Comichelden amerikanisch erscheinen lassen kann. Die Geschichte ist schnell erzählt. Ein junger Mann wird ausgemustert, da sein Körper zu schwächlich erscheint. Daraufhin meldet er sich freiwillig für ein Experiment der Regierung. Ihm wird ein Serum verabreicht, das ihm Superkräfte verleihen soll. Geplant ist eine ganze Armee mit Soldaten der Superlative. Doch der Wissenschaftler, der die Zutaten des Serums kennt, wird kurz nach der Injektion des ersten Helden getötet. Er bleibt als einiger Supersoldat zurück. Sein Name ist ‘Captain Amerika’, der im Zweiten Weltkrieg gegen die Nazi kämpft und diese vernichtet. Ein Held in Stulpenstiefeln und einem Kostüm, das aus der US-Flagge zusammengenäht ist. Er ist kein Immobilienmakler, deshalb werden sie ihn nie sagen hören ‘Mehr Wohnungen finden Sie hier’, er ist ein Muskel bepackter Typ, der es mit jedem aufnehmen kann.

Das sieht man zumindest auf den ersten Blick. Dahinter steckt aber ein vielseitigerer Charakter, als man erstmals vermutet. Nach den Kämpfen gegen die Kommunisten und Nazis verändert sich Captain America. Der Vietnam-Krieg macht ihn skeptisch. In diesen Zeiten übernimmt er kritische Positionen gegenüber der US-Regierung und wird progressiv.

1969 wird dem ‘Weißen Helden’ der erste schwarze Superheld zur Seite gestellt. Die Rede ist von der Figur Falcon. Auch der Watergate-Affäre steht Captain Amerika kritisch gegenüber.

Ein vielseitiger Held, den man sich einmal zuwenden sollte, auch wenn er in Europa den Erfolg nie erhalten wird, den er seit Jahrzehnten in den USA genießt.

Filmrollen von to01/flickr.com

Filmrollen von to01/flickr.com

In einer vom Großvater geerbten neuseeländischen Gartenhütte tat 1993 Tony Osborne einen Schatz in Form von hunderten Dosen Nitro-Filmrollen, bestehend aus Kopien von Spielfilmen, die überwiegend aus den Zeiten des Stummfilms stammen.

Der ehemaliger Filmvorführer Jack Murtagh konnte diese Schätze dort aufbewahren, weil Neuseeland ganz hinten in der Auswertungskette lag, wo Filmkopien nach einer langen Weltreise meist in eher schlechtem Zustand ankamen und deshalb nicht vermisst wurden, wenn Murtagh sie nicht zurücksandte.

Als sensationeller Fund kamen nun drei Rollen aus dem verschwunden geglaubten Film „The White Shadow“ von 1923 zum Vorschein, an dem auch Alfred Hitchcock arbeitete.

Nachdem Hitchcock den britischen Regisseur Cutts entlassen hatte, wurde sein Talent vom Produzenten Michael Balcon entdeckt, der Hitchcock selbst arbeiten ließ. Doch keiner der Filme, bei denen er selbst die Regie übernahm, galt als erhalten. Filmhistoriker suchen nun in dem frühen Werk „The White Shadow“ die charakteristische Handschrift Hitchcocks. Bis die restlichen drei Rollen gefunden werden, bleibt das Ende des Films jedoch offen.

Das empfindliche Nitro-Filmmaterial wird derzeit von Restauratoren in Wellington bearbeitet. In Deutschland zählt das Material zu den Sprengstoffen, weil es sich schon ab einer Umgebungstemperatur von 38 Grad Celsius entzünden kann.

Um die Rekonstruktion bemüht man sich durch Schwarz-Weiß-Duplikate, um die ursprüngliche Einfärbung, der damals jeder Szene entsprechend der dramaturgischen Stimmung angepasst wurde, zu erhalten.

Fakt ist, dass nur ein kleiner Teil der internationalen Filmproduktion erhalten ist, die um die Jahrhundertwende ihre Anfänge fand. Grund dafür ist vor allem, dass der Film bis zur Gründung der ersten nationalen Filmarchive in den Fünfzigern, nicht als schützenswerte Kunst galt.

Zwar scheint ziemlich gewiss, dass Jack Murtagh die historischen Filmrollen nicht ganz legal seinen Besitz nennen konnte, doch bleibt zu hoffen, dass gerade durch diese Vorgänge noch weitere Filmarchive zum Vorschein kommen, die als Kulturgut gerettet und an öffentliche Institutionen übergeben werden können.

Und am Ende ist aus einem kleinen,schüchternen Jungen mit Brille und einer blitzförmigen Narbe mitten auf der Stirn ein erwachsener Zauberer geworden.Denn mit dem 7. Teil der Saga endet die magische Geschichte, um Harry,Hermine und Ron, welches zuvor als Kinderbuch zum Weltbestseller wurde.

Harry Potter und Voldemort, Foto von WorthingTheatres/flickr.com

Zum Glück sagen die einen, denn wenn man sich den letzten Teil von “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes” anschaut, dann bleibt nicht mehr viel, von der zauberhaften Welt, die Joanne K. Rowling einst in ihren Büchern schuf.

Ein Daniel Radcliffe in der Rolle des Harry Potters, der rein gar nichts mehr vom süßen Zauberlehrling von einst besitzt. In diesem letzten Teil stellt er viel mehr eine “Killermaschine” dar, die gegen Lord Voldemort und seine Armee antritt,welche inzwischen die Zauberschule Hogwarts in Besitz genommen hat und dort die Schüler in Angst und Schrecken versetzt.

Beim finalen Kampf wird die komplette Schule in Schutt und Asche verwandelt, was eher an die Szene eines Kriegsfilm erinnert oder an Bilder vom zerbombten London, nach dem 2. Weltkrieg. Für atmosphärische Stimmung und witzige Dialoge, wie in den letzten Teilen bleibt hier nur wenig Zeit. Dafür gibt es eine Menge an Special Effects, Blut und alle sagenumwobenen Fabelwesen, von Trollen,über Kobolde bis hin zu Drachen und Riesenspinnen haben nochmals einen Auftritt.

Zum Schluss endet dann wieder alles gut und die drei Hauptdarsteller werden in die “wirkliche Welt” entlassen. Ein effektvolles Ende,welches vom Regisseur Robert Yates gut inszeniert wurde, welches aber leider fast gar nichts mehr mit der fantasiereichen und humorvollen Saga von Joanne K. Rowling zu tun hat.

Kunst von Lee Ufan, Foto von @MSG/flickr.com

Kunst von Lee Ufan, Foto von @MSG/flickr.com

Lange wurde die Kunst von Lee Ufan von den USA ignoriert. Dabei ist der 76jährige japanische Künstler schon lange eine Größe. Nun übergibt das Guggenheim Museum in New York dem Künstler ihr ganzes Haus. Einige seiner selten gezeigten Installationen werden im Erdgeschoss der Rotunde und in zwei Galerien des Museum ausgestellt sein. Von Lee Ufan seit  1960 hergestellten 90 Skulpturen, Malereien und Arbeit auf Papier werden das komplette Museum füllen.

Lee Ufan ist vor allem mit seinem Motto berühmt geworden. Er verlangt von dem Künstler nicht das Verformen der Materiallien, sondern das Arrangieren. Das liegt damit zusammen, dass Ufan niemals das Material beherrschen und die Form verändern wollte. Ganz im Gegensatz möchte er den Betrachter mit rohen Formen und deren Umgebung konfrontieren. In seinen Werken findet man riesige Steine neben Metallplatten. Diese stehen stets in der Beziehung zum Raum. Durch die Leere oder ebenso die Kontraste soll das Publikum sinnliche Elemente wahrnehmen können.

Lee Ufan bezeichnet seine Kunstwerke selbst als “Kunst der Begegnung”. Für USA ist seine Kunst noch unbekannt, damit geht das Guggenheim ein bestimmtes Risiko ein. Wobei Lee Ufan bereits 1971 auf der Biennale von Paris und 2001 im Kunstmuseum Bonn bzw. 2007 sogar auf der Biennale in Venedig zu sehen war. In der Kunstszene zählt er zu den Post-Minimalisten. Neben der Kunst ist er aber auch als Philosoph bekannt. Lee Ufan pendelt seit 1956 zwischen Japan und Frankreich. 1970 war er einer der Hauptvertreter der japanischen Mono-ha-Bewegung. Diese setzte sich vor allem gegen die westliche Kunstdefinitionen ein, die Japan nach dem Zweiten Weltkrieg belagerten. Der Stil Lee Ufans ist teilweise auf einen einzigen Pinselstrich minimalisiert. Der kreative Prozess des Schaffens spielt bei dem Künstler ebenso wenig eine Rolle. Es geht viel mehr um die Rohe Existenz der Dinge, die man aus der Welt aufnehmen kann.

Harry Potter / karly ilustraciones

Das Warten hat nun endlich ein Ende, das Zittern und Bangen um das Leben des beliebten Zauberlehrlings nun endlich auch. Es ist geschehen, der zweite Teil des Films „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“, ist nun unter die Menschen gekommen und setzt der Legende nun ein Ende, die seit dem Jahre 1997, angefangen mit einem Buch, immer fortzulaufen und zu wachsen schien.

Was viele zu Tränen rührte, ging jedoch auch einher mit erlösender Erleichterung. So konnten sich die Darsteller der Harry Potter-Reihe einer sorgenlosen Jugend wie wir sie kennen, nicht erfreuen. Statt die Freuden und Leiden der ersten großen Liebe zu durchleben, den ersten Rausch in durchzechten Nächten und sich mit den kleinen Problemchen des Alltags zu beschäftigen bevor Arbeit, Versicherungen und Termine auf sie zukommen, haben Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint ihre Jugend arbeitend am Filmset verbracht. Mit dem achten Film hat für sie nun ein Ende, was bereits vor zehn Jahren begann.

Um das noch vollends auszukosten, wurde der letzte Teil der Reihe zweigeteilt, was nicht allen gefiel. Der Produzent musste sich vorwerfen lassen, lediglich ans Geld der Zauberfans zu wollen.

Dennoch lohnt es sich, das für den zweiten Teil von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes auszugeben. War der erste Teil noch geschmückt von sämtlichen wenig aufregenden Landschaftsaufnahmen Englands, geht es nun hoch her. Der erste Film zeigt sich als Brücke für ein actionreiches Ende mit zahlreichen Höhepunkten, wobei es den drei Figuren Harry, Hermine und Ron nun gelingen soll, Voldemort endgültig zu vernichten.

Noch deutlich düsterer als in den letzten Filmen geht es zu und erinnert kaum noch an das nette Familienspektakel vor allem für die kleinen Fans, das es zu Beginn noch war. Die dunkle Seite ist in der Zauberwelt auferstanden, mit Kostümen wie sie auch zu Deutschlands dunkelsten Zeiten zu sehen waren, und versucht mit aller Macht den langweiligen netten Zauberlehrern und -lehrlingen das Zepter wieder aus der Hand zu reißen. Auch im Film mussten die Drei Hauptfiguren schnell erwachsen werden und stehen Kampf und Tod von Angesicht zu Angesicht. Maske und Kostümbild haben sich alle Arbeit geleistet, das Bild perfekt zu machen, mit Kobolden und Uniformen. Einzig die eigentlichen Helden, in Rollkragenpullover und leichtem Sommerjäckchen scheinen daneben manches Mal etwas fehl am Platze.

Nach einer Flucht per Drachen, eine verwüstete Bank zurückgelassen, geht es für Harry Potter und seine Freunde wieder zurück nach Hogwarts, wo der Großteil der Handlung spielt. Vorher eher Spielkulisse im Hintergrund, wird die Zauberschule nun zum wichtigsten Bild und Schlüssel. Wer Macht über diesen Ort hat, so scheint es, kann auch jeden anderen Fleck der Welt beherrschen. Vor den Toren von Hogwarts von allen bösen Kameraden erwartet, versucht man sich drinnen durch eine Schutzkuppel, steinernen Wächtern und sogar Sprengfallen zu schützen.

Reich an Effekten ist die große Schlacht zwischen Gut und Böse, die sich durch den ganzen Film zieht. Der 3D-Effekt hält sich dezent im Hintergrund, unterstützt aber einwandfrei die Kampfszenen und Voldemort scheint bei dem Versuch, die Schutzkuppel aufzulösen, einen ganzen Planeten zum Explodieren zu bringen.

Zwischen all der Aufregung und dem Drama, gibt es zwischendurch auch in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes- Teil 2 Passagen, die sich in die Länge ziehen. Was hier nicht so oft vorkommt, wie im ersten Teil, fällt in der actiongeladenen Handlung natürlich um so deutlicher auf. Dennoch darf die Geschichte nicht mit großen Lücken klaffen, weshalb manche Darstellungen wichtig sind, um Zusammenhänge und Abhängigkeiten zu zeigen. In 130 Minuten ist es ohnehin kaum möglich, den gesamten Inhalt des Buches wiederzugeben, weshalb für Unbelesene manche Stellen vielleicht nicht ganz nachzuvollziehen sind. Manchen Szenen sieht man es allerdings an, dass ein nahes Ende des Filmes wartet, und die Zeit nicht mit Nebenschauplätzen vertan werden darf.

Es zeigt sich, dass Daniel Radcliffe und Co. Etwas von ihrem Handwerk verstehen. Ganz und gar Eins mit seiner Rolle, zeigt sich hingegen Ralph Fiennes, der in seiner Rolle des dunklen Lords durch und durch das Böse verkörpert. Maske und Körpersprache lassen ihn zusätzlich bedrohlich wirken und man lässt sich vollends von seinem furchtbaren Charakter fesseln.

Es ist also lohnenswert, sich das große Finale im Kino anzusehen. Während die Filmreihe teilweise etwas eintönig verlief, wird hier zu einem ereignis- und effektreichen Endspurt angesetzt, der mit dem Sprung in ein großes Spektakel mit viel Action und Emotion endet. David Yates hat gute Arbeit geleistet, für Fans der Bücher und neue Fans der Filme, die Welt der Zauberer auf die Leinwand zu holen.

Nun hat die Zauberei, zumindest für Harry, Hermine und Ron, ein Ende gefunden- natürlich mit einem würdig kitschigem Happy End.