Archive for January, 2012

© XYZproject - Fotolia.com

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Clint Eastwood hat einen neuen Film produziert: Seine bereits 35. Regiearbeit nennt sich “J. Edgar” und geht dem gleichnamigen Gründer und ersten Direktor der US-amerikanischen Bundespolizei FBI nach. Die Rolle ging an Leonardo DiCaprio. Der hatte einiges zu tun: Denn wie man sich vorstellen kann, ist die Weste des Hüters der Moral und der Gesetze alles andere als strahlend weiß. Auf der einen Seite ist er Vorbild der Gesetzestreue, auf der anderen galt er als kontrollsüchtig, gemein, rassistisch und egozentrisch. Auf der einen Seite brachte er die Spurensicherung von Polizei einen großen Schritt vorwärts, auf der anderen legte J. Edgar ein umfangreiches Archiv über das Vergehen einzelner Politiker an und erpresste diese sogar teilweise. Ungeklärt ist auch bis heute die sexuelle Ausrichtung Edgars: Sein Assistent war ihm tief ergeben und es wird spekuliert, dass auch Edgar Männern nicht abgeneigt war. Viele spekulieren heute, dass die Probleme in Edgars Charakter durch seine unterdrückten, homosexuellen Neigungen entstanden.

DiCaprio gelingt es überraschend gut, Edgar nicht nur als Ekel, sondern als nachvollziehbaren Menschen zu zeichnen, der unter seinen unerfüllten Neigungen zu Grunde geht und daher auch immer mehr schlechte und falsche Entscheidungen trifft. Das Drehbuch von Dustin Black, der auch bereits für das Biopic “Milk” eine ähnliche Geschichte aufarbeitete, nähert sich Edgar unchronologisch an: Teilweise wird die Erzählstruktur so viel zu komplex und verwirrend, ohne dass das eine weitere Funktion im Film erfüllt.

Eastwood inszeniert wie immer mit viel Understatement: Ein starker Filter überzieht jedes Bild und lässt fast einen Schwarz-Weiß-Look entstehen. Der Homosexualität nähert er sich nur sehr zaghaft an, die Piano-Untermalung stammt natürlich wieder von ihm selbst. Alles in allem ein Film, den man sich anschauen kann, wenn man am US-amerikanischen FBI interessiert ist – aber auch ein Film, den man definitiv nicht anschauen muss.

Messe © euregiophoto - Fotolia.com

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Vom 07. bis zum 12. Februar 2012 findet zum ersten Mal die Munich Creative Business Week (MCBW) statt, die von bayern design veranstaltet und vom Bayerischen Wirtschaftsministerium sowie der Landeshauptstadt München gefördert wird. Zahlreiche Veranstaltungen in der ganzen Stadt, wie zum Beispiel Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, Unternehmensbegehungen oder Workshops, befassen sich mit Themen in den Bereichen Produkt-, Mode-, Service- und Kommunikationsdesign bis hin zu Architektur und Design für elektronische Medien. Die Themen- und Veranstaltungsvielfalt umfasst alles, was mit der Gestaltung unserer Umwelt und Zukunft zu tun hat. Ein Höhepunkt der MCBW wird die “iF design awards night” sein, in der erstmals alle renommierten Preise gebündelt an einem Ort verliehen werden; interessant und aufschlussreich wird sicherlich auch die tgm-Konferenz mit Stefan Sagmeister.

“Die MCBW bietet Fachbesuchern und Design-Interessierten spannende Antworten auf hohem Niveau”, sagt Dr. Silke Claus, Geschäftsführerin der bayern design GmbH. “Namhafte Unternehmen sowie Experten nutzen die Plattform MCBW, um Design und Kreativität in ihrer gesamten Bandbreite zu präsentieren und zeigen, welch hohes Maß an Innovationskraft und Design-Anspruch die Kreativwirtschaft besitzt.”

Die Munich Creative Business Week ist also für jeden einen Besuch wert, der sich schon mal darüber Gedanken gemacht hat, wie relevant Design für Wirtschaftsunternehmen ist oder ob man den Erfolg einer Produktentwicklung berechnen kann; aber auch für jeden, der wissen will, welche Auswirkungen Schriften und Buchstaben auf ein Stadtbild haben oder wie Werbekampagnen und Vermietungen zusammenhängen.

München ist ohnehin schon ein lohnenswertes Reiseziel, das während der MCBW noch mehr zu bieten hat. Am besten übernachtet man in einem von den vielen schönen Münchener Hotels, so wird die Reise auf jeden Fall ein Erfolg.