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Im Film “Kein Mittel gegen Liebe”  (Originaltitel: ” A Little Bit of Heaven” ), der schon eine blödsinnige Deutsche Titelübersetzung erhalten hat, spielt Kate Hudson eine sterbenskranke, aber schwer verliebte Mittdreißigerin, deren Leben am Ende plötzlich noch einen Sinn zu bekommen scheint.

Dabei ist Marley (Kate Hudson) das, was überall als emanzipierte Frau beschrieben wird: klug, sexy und erfolgreich. Sie ist Mitte Dreißig, hat einen gut bezahlten Job in einer Werbeagentur, einen Hund und wechselnde Sexualpartner, welche sie nach dem Sex gerne wieder aus ihrem Leben wirft, da sie unabhängig sein will und keine Beziehung möchte.

Die große Liebe ist für sie nur ein Hirngespinst und sie verbringt ihre Freizeit lieber mit ihren Freunden, anstatt mit der Familienplanung.

Kate Hudson, Foto: jingdianmeinv/flickr.com

All das ändert sich auf einen Schlag, als sie während einer Darmspiegelung ihren Behandelnden Arzt Dr. Julian Goldstein kennenlernt. Dabei flirtet sie sich meisterhaft durch die Endoskopie und trifft während der Narkose auf Gott, welcher in Gestalt von Whoopi Goldberg auftritt und diese will ihr drei letzte Wünsche erfüllen. Allerdings fällt ihr keiner ein.

Erst nach der Diagnose -Darmkrebs im Endstadium- erkennt sie, was sie wirklich will, hat allerdings den Rest des Filmes mehr Angst abgewiesen zu werden, als zu sterben.

Dieses “Drama” zeigt weder eine Auseinandersetzung mit Krankheit und Tod, auch fehlt ihm jede Form von Sensibilität. Ebenso sind Oscarpreisträgerin Kathy Bates als heulende, überforderte Mutter und Whoopy Goldberg völlig fehl am Platz.

In den USA hat es der Film erst gar nicht ins Kino geschafft und in Deutschland ist nur zu hoffen, dass dieses Banaldrama auch bald wieder in Vergessenheit gerät.

Und am Ende ist aus einem kleinen,schüchternen Jungen mit Brille und einer blitzförmigen Narbe mitten auf der Stirn ein erwachsener Zauberer geworden.Denn mit dem 7. Teil der Saga endet die magische Geschichte, um Harry,Hermine und Ron, welches zuvor als Kinderbuch zum Weltbestseller wurde.

Harry Potter und Voldemort, Foto von WorthingTheatres/flickr.com

Zum Glück sagen die einen, denn wenn man sich den letzten Teil von “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes” anschaut, dann bleibt nicht mehr viel, von der zauberhaften Welt, die Joanne K. Rowling einst in ihren Büchern schuf.

Ein Daniel Radcliffe in der Rolle des Harry Potters, der rein gar nichts mehr vom süßen Zauberlehrling von einst besitzt. In diesem letzten Teil stellt er viel mehr eine “Killermaschine” dar, die gegen Lord Voldemort und seine Armee antritt,welche inzwischen die Zauberschule Hogwarts in Besitz genommen hat und dort die Schüler in Angst und Schrecken versetzt.

Beim finalen Kampf wird die komplette Schule in Schutt und Asche verwandelt, was eher an die Szene eines Kriegsfilm erinnert oder an Bilder vom zerbombten London, nach dem 2. Weltkrieg. Für atmosphärische Stimmung und witzige Dialoge, wie in den letzten Teilen bleibt hier nur wenig Zeit. Dafür gibt es eine Menge an Special Effects, Blut und alle sagenumwobenen Fabelwesen, von Trollen,über Kobolde bis hin zu Drachen und Riesenspinnen haben nochmals einen Auftritt.

Zum Schluss endet dann wieder alles gut und die drei Hauptdarsteller werden in die “wirkliche Welt” entlassen. Ein effektvolles Ende,welches vom Regisseur Robert Yates gut inszeniert wurde, welches aber leider fast gar nichts mehr mit der fantasiereichen und humorvollen Saga von Joanne K. Rowling zu tun hat.

Harry Potter / karly ilustraciones

Das Warten hat nun endlich ein Ende, das Zittern und Bangen um das Leben des beliebten Zauberlehrlings nun endlich auch. Es ist geschehen, der zweite Teil des Films „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“, ist nun unter die Menschen gekommen und setzt der Legende nun ein Ende, die seit dem Jahre 1997, angefangen mit einem Buch, immer fortzulaufen und zu wachsen schien.

Was viele zu Tränen rührte, ging jedoch auch einher mit erlösender Erleichterung. So konnten sich die Darsteller der Harry Potter-Reihe einer sorgenlosen Jugend wie wir sie kennen, nicht erfreuen. Statt die Freuden und Leiden der ersten großen Liebe zu durchleben, den ersten Rausch in durchzechten Nächten und sich mit den kleinen Problemchen des Alltags zu beschäftigen bevor Arbeit, Versicherungen und Termine auf sie zukommen, haben Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint ihre Jugend arbeitend am Filmset verbracht. Mit dem achten Film hat für sie nun ein Ende, was bereits vor zehn Jahren begann.

Um das noch vollends auszukosten, wurde der letzte Teil der Reihe zweigeteilt, was nicht allen gefiel. Der Produzent musste sich vorwerfen lassen, lediglich ans Geld der Zauberfans zu wollen.

Dennoch lohnt es sich, das für den zweiten Teil von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes auszugeben. War der erste Teil noch geschmückt von sämtlichen wenig aufregenden Landschaftsaufnahmen Englands, geht es nun hoch her. Der erste Film zeigt sich als Brücke für ein actionreiches Ende mit zahlreichen Höhepunkten, wobei es den drei Figuren Harry, Hermine und Ron nun gelingen soll, Voldemort endgültig zu vernichten.

Noch deutlich düsterer als in den letzten Filmen geht es zu und erinnert kaum noch an das nette Familienspektakel vor allem für die kleinen Fans, das es zu Beginn noch war. Die dunkle Seite ist in der Zauberwelt auferstanden, mit Kostümen wie sie auch zu Deutschlands dunkelsten Zeiten zu sehen waren, und versucht mit aller Macht den langweiligen netten Zauberlehrern und -lehrlingen das Zepter wieder aus der Hand zu reißen. Auch im Film mussten die Drei Hauptfiguren schnell erwachsen werden und stehen Kampf und Tod von Angesicht zu Angesicht. Maske und Kostümbild haben sich alle Arbeit geleistet, das Bild perfekt zu machen, mit Kobolden und Uniformen. Einzig die eigentlichen Helden, in Rollkragenpullover und leichtem Sommerjäckchen scheinen daneben manches Mal etwas fehl am Platze.

Nach einer Flucht per Drachen, eine verwüstete Bank zurückgelassen, geht es für Harry Potter und seine Freunde wieder zurück nach Hogwarts, wo der Großteil der Handlung spielt. Vorher eher Spielkulisse im Hintergrund, wird die Zauberschule nun zum wichtigsten Bild und Schlüssel. Wer Macht über diesen Ort hat, so scheint es, kann auch jeden anderen Fleck der Welt beherrschen. Vor den Toren von Hogwarts von allen bösen Kameraden erwartet, versucht man sich drinnen durch eine Schutzkuppel, steinernen Wächtern und sogar Sprengfallen zu schützen.

Reich an Effekten ist die große Schlacht zwischen Gut und Böse, die sich durch den ganzen Film zieht. Der 3D-Effekt hält sich dezent im Hintergrund, unterstützt aber einwandfrei die Kampfszenen und Voldemort scheint bei dem Versuch, die Schutzkuppel aufzulösen, einen ganzen Planeten zum Explodieren zu bringen.

Zwischen all der Aufregung und dem Drama, gibt es zwischendurch auch in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes- Teil 2 Passagen, die sich in die Länge ziehen. Was hier nicht so oft vorkommt, wie im ersten Teil, fällt in der actiongeladenen Handlung natürlich um so deutlicher auf. Dennoch darf die Geschichte nicht mit großen Lücken klaffen, weshalb manche Darstellungen wichtig sind, um Zusammenhänge und Abhängigkeiten zu zeigen. In 130 Minuten ist es ohnehin kaum möglich, den gesamten Inhalt des Buches wiederzugeben, weshalb für Unbelesene manche Stellen vielleicht nicht ganz nachzuvollziehen sind. Manchen Szenen sieht man es allerdings an, dass ein nahes Ende des Filmes wartet, und die Zeit nicht mit Nebenschauplätzen vertan werden darf.

Es zeigt sich, dass Daniel Radcliffe und Co. Etwas von ihrem Handwerk verstehen. Ganz und gar Eins mit seiner Rolle, zeigt sich hingegen Ralph Fiennes, der in seiner Rolle des dunklen Lords durch und durch das Böse verkörpert. Maske und Körpersprache lassen ihn zusätzlich bedrohlich wirken und man lässt sich vollends von seinem furchtbaren Charakter fesseln.

Es ist also lohnenswert, sich das große Finale im Kino anzusehen. Während die Filmreihe teilweise etwas eintönig verlief, wird hier zu einem ereignis- und effektreichen Endspurt angesetzt, der mit dem Sprung in ein großes Spektakel mit viel Action und Emotion endet. David Yates hat gute Arbeit geleistet, für Fans der Bücher und neue Fans der Filme, die Welt der Zauberer auf die Leinwand zu holen.

Nun hat die Zauberei, zumindest für Harry, Hermine und Ron, ein Ende gefunden- natürlich mit einem würdig kitschigem Happy End.